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Gesetzeslage bei der Benutzung von Laubsaugern

In Nachbars Garten, am Straßen Rand und auch sonst eigentlich überall findet man Männer die mit einem Laubsauger bewaffnet in der Hand versuchen, die Blätter bei Seite zu pusten. So ein Gerät kann Lärm von bis zu 115 Dezibel verursachen. Zum Artikel über den Tragen eines Gehörschutzes geht es: hier. Ab 85 Dezibel kann das Menschliche Ohr Schäden davon tragen, so das Umweltbundesamt. Genauso wie der dadurch aufgewirbelte Feinstaub ein paar Menschen Probleme bereiten kann. An Sonn- und Feiertagen muss der Betrieb der Geräte komplett eingestellt werden. Dies steht in der Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung. An Werktagen gibt es aber auch eine Ruhezeit die man einhalten sollte.
 

Man darf von 9 bis 13 Uhr sowie von 15 bis 17 Uhr sein Laubsauger in Betrieb nehmen. Es gibt aber auch gewisse Ausnahmen für besonders leise Gerte, diese verfügen über ein EG-Umweltzeichen. Diese Geräte darf man werktags zwischen 7 und 20 Uhr auch benutzen. Die gesetzlich geregelte Zeiten gelten für Gewerbetriebe sowohl auch für Privatpersonen. Wenn die Stadtreinigung gegen das Gesetz verstößt, dann kann man sich bei der Verwaltung beschweren. Genau das gleiche gilt für Nachbarn die sich ebenfalls gegen das Gesetz stöbern, diese handeln ordnungswidrig, dass kann zur Anzeige gebracht werden und mit einer Geldbuße geahndet werden.

In jeder Stadt beziehungsweise Gemeinde gibt es weitere Einschränkungen beziehungsweise Ausnahmen, dazu muss man sich bei der jeweiligen Behörde erkundigen. Wenn das Laub wieder von den Bäumen fällt holen viele Eigentümer und Hausmeister den Laubsauger heraus, das Gerät arbeitet schnell und die Handhabung ist sehr bequem. Damit man keinen Ärger mit Mietern und Nachbarn bekommt, sollte man sich an die Gesetze handeln.

Ende der 90er Jahren kamen die Geräte auf den Markt. Ausgestattet wahlweise mit einem Benzinmotor oder Elektromotor. Es kann eine sehr große Hilfe sein um das Laub zu beseitigen, es geht deutlich schneller als mit dem Rechen und der Harke. Als Grundstückseigentümer muss man bezüglich der Verkehrssicherheit die Gehwege freihalten. Darunter fällt auch die Reinigung des Bürgersteigs wenn sie von dem Herbstlaub befallen sind. Wenn zum Beispiel ein Briefträger auf nassem Laub ausrutscht und sich dabei verletzt, kann dieser Schadensersatz verlangen.

Interessant bei den Laubbläsern ist, dass die Hersteller keine Lärmemissionswerte einhalten müssen, einige Geräte kann man als „furchtbare Krachmacher“ bezeichnen die schon viele Menschen und dessen Gehör beeinträchtigt und genervt haben. In der Landeshauptstadt München zum Beispiel, dürfen die Laubsauger nur samstags und montags zwischen 15 Uhr und 17 eingesetzt werden. Berlin, Frankfurt und Main Schränken die Benutzung nicht weiter ein, sondern berufen sich auf die vorgegebenen Zeiten nach der 32.BimSchV. Wenn eine Störung oder Belästigung vorliegt dann ist immer der Verursacher der Ansprechpartner. Danach geht es weiter an das Ordnungsamt und die Polizei.

Für ein unnötiges Betreiben von einem abgaserzeugenden- oder lärmerzeugenden Motors bezahlt man in Berlin 20 Euro Strafe, in Thüringen hingegen kann man bis zu 500 Euro ärmer werden. Dies ist aber je nach Stadt unabhängig. Während ein Laubsauger in Betrieb ist, sind normale Gespräche nicht mehr möglich, genauso wenig wie das Genießend von dem eigenen Garten. Die Hersteller wie zum Beispiel Gardol oder Stihl müssen lediglich die maximale Lautstärke auf die Verpackung drücken, dies ist aber nur zur Info für den Benutzer.